Historie



Weine mit Tradition ...
Zwei Familien, eine gemeinsame Weinbautradition – gewachsen über Generationen und geprägt von der Leidenschaft für besondere Weine und ihre Herkunft.
Im Namen Petgen-Dahm verbinden sich zwei Familien, deren Geschichte seit Jahrhunderten eng mit dem Weinbau im Grenzdreieck Deutschland–Frankreich–Luxemburg verbunden ist.
Die Familie Petgen stammt vermutlich aus der Schweiz und ließ sich nach dem Dreißigjährigen Krieg in Perl-Nennig nieder. Bereits vor der Französischen Revolution waren die Petgens Miteigentümer von Schloss Berg. Gemeinsam mit den Familien Lassaux und Musiel besaßen sie die Unterburg, eine ehemals hochherrschaftliche Schlossanlage. Von ihr zeugt bis heute der markante Wehrturm mit seinem aufwendig gestalteten Renaissanceportal.
Schloss Berg ist auch heute ein besonderer Ort. Das Anwesen gehört zu Victor’s Residenz-Hotels und beherbergt das Victor’s Fine Dining by Christian Bau. Christian Bau erkochte dort 1998 den ersten Michelin-Stern, 1999 den zweiten und 2005 den dritten; seither wird das Restaurant durchgehend mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet.
Auch die Familie Dahm blickt auf eine lange landwirtschaftliche und weinbauliche Tradition zurück. Ihre Wurzeln liegen im Saarburger Raum, wo die Familie in Körrig bei Saarburg einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftete. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte ihr zudem ein Weingut in Wiltingen mit Weinbergen in bedeutenden Saarlagen, darunter Wiltinger Braunfels und Wiltinger Scharzhofberg.
Gerade diese Weinberge begründeten die besondere Verbindung der Familie zum Saar-Riesling. Ralf Petgens Großvater mütterlicherseits bewirtschaftete die Saarlagen der Familie Dahm und schätzte die dort gewachsenen Rieslinge ganz besonders. Seine Begeisterung für die Weine der Saar, ihre Herkunft und ihren unverwechselbaren Charakter wurde auch für Ralf Petgen zu einer wichtigen Prägung.
Auf der väterlichen Seite stand eine andere, ebenso prägende Weinbautradition. Alfons Petgen, der Vater von Ralf Petgen, war Pionier des saarländischen Weinbaus. Er setzte konsequent auf Qualität und stellte auf hochwertige Burgunderreben um. Damit gab er wichtige Impulse für die qualitative Entwicklung des Weinbaus an der saarländischen Mosel. Sein Engagement galt dabei nicht nur dem eigenen Betrieb. Über viele Jahre setzte er sich für den Absatz und die Qualitätssteigerung der saarländischen Weine ein und war ein geschätzter Ansprechpartner für Winzer und Ratsuchende.
Für seine Verdienste um den saarländischen Moselwein wurde Alfons Petgen 1993 mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet. 1997 wurde ihm der Ehrentitel „Ökonomierat“ verliehen. Sein konsequenter Qualitätsanspruch und seine Überzeugung, das Potenzial der heimischen Weinberge durch eine bewusste Wahl der Rebsorten und sorgfältigen Weinbau zur Geltung zu bringen, wirkten in der Familie weiter.
So verbinden sich in Ralf Petgen zwei unterschiedliche, sich ergänzende Weinbautraditionen: auf der väterlichen Seite die von Alfons Petgen geprägte Burgundertradition der saarländischen Mosel, auf der mütterlichen Seite die Saar-Riesling-Tradition der Familie Dahm mit ihren Weinbergen im Wiltinger Scharzhofberg und Wiltinger Braunfels.
Ralf Petgen führte diese Traditionen fort und setzte zugleich eigene Akzente. Als Rotweinpionier erweiterte er das Rebsortenspektrum und baute neben den Burgundersorten früh auch internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Viognier und Sauvignon Blanc an. Gleichzeitig entwickelte er den Sektbereich kontinuierlich weiter.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Auszeichnungen bei der Berliner Wein Trophy wider: Ralf Petgen wurde dort elfmal als bester Weinproduzent und dreimal als bester Sektproduzent ausgezeichnet.
Auch die Verbindung zur Saar und zur Weinbautradition der Familie Dahm blieb bestehen. Mit dem Erwerb von vier Parzellen in der renommierten Ayler Kupp, darunter eine 45 Jahre alte Rebanlage des Sekthauses Hausen-Mabillon, verwirklichte Ralf Petgen seinen Wunsch, selbst Rieslinge aus den besonderen Terroirlagen der Saar zu erzeugen.
So stehen heute Burgunder und internationale Rebsorten an der saarländischen Mosel, Riesling von der Saar und die Sektherstellung für die verschiedenen Facetten einer über Generationen gewachsenen Weinbautradition. Boden, Lage, Rebe und Jahrgang sollen ihren eigenen Ausdruck bewahren und die Herkunft des Weines unverfälscht widerspiegeln. Das Terroir ins Glas zu bringen – darin liegt der Anspruch.
Für seine Verdienste um den saarländischen Weinbau wurde auch Ralf Petgen im Jahr 2017 der Ehrentitel „Ökonomierat“ verliehen – zwanzig Jahre nach seinem Vater Alfons Petgen.
Die nächste Generation
Mit Katharina Petgen wird die Weinbautradition der Familie in der nächsten Generation fortgeführt. Sie hat ihr Bachelorstudium Weinbau und Oenologie an der Hochschule Geisenheim erfolgreich abgeschlossen und steht als Betriebsnachfolgerin für die Zukunft des Weinguts.
Ihre fundierte Ausbildung verbindet sich mit dem Wissen und der Erfahrung, die innerhalb der Familie über Generationen weitergegeben wurden. Damit führt sie die Tradition von Petgen-Dahm fort und bringt zugleich ihre eigene Handschrift und neue Impulse in die weitere Entwicklung des Weinguts ein.
So spannt sich der Bogen von den historischen Wurzeln der Familien Petgen und Dahm über Alfons Petgens Pionierarbeit, die Saar-Riesling-Tradition der Familie Dahm und Ralf Petgens Weiterentwicklung des Weinguts mit Burgunder, internationalen Rebsorten, Riesling und Sekt bis zu Katharina Petgen als nächster Generation.
Eine Geschichte, die über Generationen gewachsen ist – und deren nächstes Kapitel gerade beginnt.


